Fielding, Joy: Im Koma

Originaltitel:
Still Life
Autor:

Verlag:

Themen:
,
Reihe:
-
Seiten: 432
Preis: 19,95 €, Hardcover
ISBN: 9783442312047
Erscheinungsdatum: 01.09.2009
Bewertung:

Casey Marshall ahnt nichts Böses, als sie nach einem Mittagessen mit ihren zwei besten Freundinnen im Parkhaus in ihr Auto steigen will. Doch aus dem Nichts taucht plötzlich ein Auto auf und trifft sie mit vollem Tempo. Als Casey wieder zu sich kommt, ist sie von vollkommener Dunkelheit umgeben und kann sich nicht bewegen. Nur ihr Gehör scheint noch zu funktionieren. Erst nach und nach erschließt sich ihr, was passiert ist. Aus den Gesprächen verschiedenster Personen erfährt sie, dass sie sich seit mehreren Wochen im Krankenhaus befindet und sehr schwer verletzt wurde. Die Ärzte erzählen ihrem Ehemann Warren, der sie täglich besucht und kaum von ihrer Seite weicht, dass Casey im Koma liegt und die Chancen, dass sie jemals wieder aufwacht, denkbar schlecht stehen. Casey kann es nicht glauben. Sie ist doch bei Bewusstsein! Sie hört alles mit! Wieso merkt dies denn keiner?

Als wäre die Situation nicht schon schlimm genug, taucht auf einmal auch noch ein Detective auf, der anzweifelt, dass Caseys Unfall wirklich nur ein Unfall war. Und schneller als ihr lieb ist muss Casey erkennen, dass tatsächlich jemand in ihrer Nähe nach ihrem Leben trachtet und sein Werk schnellstmöglich vollenden will. Doch wie soll Casey dies verhindern, ohne sich mitteilen zu können?

In seinem eigenen Körper gefangen zu sein und zu wissen, dass der Mörder nicht weit ist, ohne etwas dagegen tun zu können: allein die Vorstellung, so etwas könnte mir passieren, macht mir unglaubliche Angst. Gerade deswegen hat mich das Buch so gereizt. Obwohl man die ganze Zeit über nicht mehr erfährt als Casey selbst, quasi im Dunkeln hockt, wird das Buch nicht langweilig. Was mich allerdings gestört hat, ist Joy Fieldings Definition von Koma. Oder hat Goldmann das Ganze in ein Koma umgedichtet? Wer weiß. Jedenfalls hatte ich gerade kurz vorher eine Episode der TV-Serie Dr. House gesehen, in der einem Patienten haargenau das gleiche widerfährt wie Casey. Er ist in seinem Körper eingesperrt, kann sich erst nur durch Blinzeln, später gar nicht mehr mitteilen. Und dieser Patient litt am Locked-in-Syndrom. Kann man wirklich von Koma sprechen, wenn Casey doch eigentlich bei Bewusstsein ist und alles mithören kann? Muss man da nicht eigentlich die Gehirnaktivität von Caseys Gedanken messen können? Nun, ich bin keine Ärztin und ob es jetzt ein Koma ist oder nicht, ist für die Geschichte auch eher nebensächlich. Spannend ist das Buch allemal.


2 Gedanken zu „Fielding, Joy: Im Koma

  1. WOW… wieso entdecke ich deine Seite denn erst jetzt? Meine Güte, da hab ich einiges nachzuholen. ^^ Das Buch klingt sehr spannend, ich glaub ich setz es auf meine Weihnachtswunschliste. ^^

    LG Shanee

  2. das buch klingt wirklich spannend.
    ich finde es ziemlich „beängstigend“ und stelle es mir schrecklich vor das lockin syndrom (die folge hab ich auch gesehen XD)zu haben (oder wie mand as formuliert) das buch kommt definitiv mit auf meine wunschliste!

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