[Buch und Film] Edge of Tomorrow

Im Rahmen der Gedruckte Seiten und bewegte Bilder Challenge möchten Sandy und ich (aktuelle) Buchverfilmungen anschauen und die dazugehörigen Vorlagen lesen.

Der US-amerikanische Military-Science-Fiction-Film Edge of Tomorrow aus dem Jahr 2014 basiert auf der japanischen Light Novel All You Need Is Kill von Hiroshi Sakurazaka, die bereits 2004 erschien. Außerdem wurde anlässlich des Verfilmung eine von Takeshi Obata (Death Note) gezeichnete Mangaadaption veröffentlicht. Sowohl Roman als auch Manga sind 2014 auf deutsch bei Tokyopop erschienen. Der Film ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags auf DVD/Blu-Ray erhältlich und z. B. als Stream bei Netflix verfügbar.

In allen drei Versionen sieht die Handlung grob so aus: die Mimics landen auf der Erde und aus bestimmten Gründen entsteht ein Krieg, der seit 20 Jahren (Roman) bzw. 5 Jahren (Film) andauert. Der Protagonist findet sich in einer verlorenen Schlacht wieder und stirbt kurz nach Beginn des Kampfes, nur um am Tag zuvor wieder aufzuwachen. Wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“ befindet er sich in einer Zeitschleife, die er von dort an zu durchbrechen versucht. Dabei nimmt er im Laufe der Handlung die Hilfe von Rita Vrataski in Anspruch, die eine gefeierte Kriegsheldin ist.

Wie bei US-Filmen (leider) üblich, bedient sich das Drehbuch von Edge of Tomorrow der Handlung, verlegt aber den Schauplatz von Japan in den Westen. Auch die Hauptfigur aus dem Roman, Keiji Kiriya, wird amerikanisiert und zu Bill Cage. Immerhin hat der Name von Tom Cruises Charakter doch noch etwas mit der Vorlage zu tun: Keiji erhält nämlich im Roman den Spitznamen „Killer Cage“. Rita Vrataski ist die einzige lebende Figur im Film, die den Namen ihrer Buchvorlage behalten durfte. Darüber hinaus wird noch der Name ihres Mentors Hendricks erwähnt, der aber nicht mehr als ein Easter Egg für Kenner des Romans darstellt, denn er wird nur in einer Szene kurz erwähnt.

Der Manga ist eine sehr detailgetreue Adaption der Light Novel, auch wenn die Handlung bedingt durch das Medium ein wenig zusammengestrichen wird. So wird z. B. im Roman in einem Kapitel erklärt, woher die Mimics kommen und was ihr Zweck ist, im Manga fällt dieser Aspekt unter den Tisch. Auch im Film wird keine Begründung für den Krieg genannt, nur in einer Montage am Anfang erklärt, dass die Mimics aus dem Weltall stammen.

Insgesamt erscheinen mir sowohl Roman/Manga als auch Film wie typische Vertreter ihrer jeweiligen Landeskultur. Während im amerikanischen Film eindeutig die Action im Vordergrund geht und die Logik und der Aufbau der Mimics dieser angepasst wird, legt der Autor der japanischen Vorlage mehr Wert auf das Zwischenspiel der Figuren und deren Hintergründe sowie das Ende der Geschichte, das ohne das typische Hollywood-Happy-End auskommen muss und große (und dauerhafte) Opfer fordert.

Fazit: Fans von Science-Fiction-Streifen werden mit Edge of Tomorrow definitiv ihre Freude haben. Tom Cruise und SciFi passen perfekt zusammen und Emily Blunts Rita zeigt, dass auch Frauen verdammt badass sein können. Wer mal über den Tellerrand hinausblicken und sehen möchte, wie ein japanischer Roman hollywoodtauglich geschrieben wird, um gefälliger zu sein, der sollte sich aber auch Romanvorlage oder Mangaadaption nicht entgehen lassen. Mir persönlich hat die japanische Vorlage ein wenig besser gefallen, weil mir die Erklärungen zum Entstehen und Beenden der Zeitschleife und das System der Mimics durchdachter erschienen.

[Rezension] Eine Therapie für Aristoteles

Originaltitel:
How To Write A Novel
Autor:

Verlag:

Themen:
, ,
Reihe:
-
Seiten: 352
Preis: 19,99 €, Hardcover
ISBN: 9783832197964
Erscheinungsdatum: 15.02.2016
Bewertung:

Die 12-jährige Aristoteles hat es nicht leicht. Ihr Vater ist vor ein paar Jahren gestorben, ihr Bruder ist hochsensibel und in Therapie und ihre Mutter ist mit der Erziehung ihrer beiden Kinder überfordert, sodass Aris ihr unter die Arme greifen muss. Statt eines eigenen Therapieplatzes bekommt Aris von ihrer Mutter den Ratgeber „Romane schreiben in 30 Tagen!“ in die Hand gedrückt. Und diesen nutzt Aris dann auch ausgiebig. Das Ergebnis ist der Roman, den man in den Händen hält, denn er ist nicht nur Melanie Sumners Buch, sondern auch Aris‘ Schreibexperiment, mit dem sie den Ratgeber auf Herz und Nieren testet und gleichzeitig ihre aktuelle Lebenssituation aufarbeitet.

Das ist eine kreative Idee der Autorin, sorgt aber auch für Verwirrung. Gerade zum Ende hin war mir nicht klar, ob Aris‘ Erzählung Wunschdenken oder Realität sein soll. Da Aris nach eigener Aussage mit dem Geist ihres Vater kommuniziert stellt sich natürlich die Frage, wie zuverlässig sie als Erzählerin ist. Dass es sich um den ersten Romanversuch einer 12-jährigen handeln soll, habe ich dem Buch auf jeden Fall abgekauft, denn die Geschichte wirkt meiner Meinung nach zu sprunghaft und unfertig. Auch hier bleibt offen: ist es ein genialer Kniff der Autorin, weil eine Jugendliche beim ersten Versuch wohl kaum ein Meisterwerk schreiben kann?

Was bleibt ist, ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Abgesehen von meinen Kritikpunkten haben mir besonders die Stellen gefallen, in denen Aris und/oder ihre Mutter die Aufsätze eines Studenten korrigieren und der kleine Nebenplot, der sich daraus entwickelt.

Weitere Meinungen

Herzpotenzial mit 3 von 5 Herzen
Vanessas Bücherecke mit 5 von 5 Punkten

Danke an Blogg dein Buch und Dumont für dieses Rezensionsexemplar.


[Neu im Kino] August 2016

04.08. | Trailer

Collide
04.08. | Trailer

Ghostbusters
04.08. | Trailer

Maggies Plan

Den Trailer zu Collide finde ich wirr und anstrengend, aber wie das so oft ist: die Liste der Darsteller macht mich neugierig. Da muss doch was Gutes drin stecken, wenn Ben Kingsley und Anthony Hopkins Rollen übernommen haben. Oder??

Gefühlt hasst die ganze Welt den neuen Ghostbusters Film, vor allem weil es ein Reboot und mit Frauen ist. Ich hätte ein gemischtes Team auch passender gefunden, aber eigentlich ist es doch egal, wie es zwischen den Beinen der Ghostbusters aussieht, oder? Hauptsache, der Film macht Spaß. Und deswegen werde ich ihn mir angucken und das Beste hoffen :)

Über Filme mit Greta Gerwig stolpere ich in letzter Zeit ständig, diesmal ist sie mit Maggies Plan im Kino. Ethan Hawke und Julianne Moore sind aber die eigentlichen Gründe, warum ich mir den Titel mal merke.

18.08. | Trailer

Captain Fantastic
18.08. | Trailer

Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft
18.08. | Trailer

Suicide Squad

In Captain Fantastic geht es um eine Familie, die isoliert im Wald lebt. Viggo Mortensen spielt den Vater, der seine Kinder auf ganz unkonventionelle, aber sympathische Art erzieht. Finde das eine sehr interessante Idee und bin gespannt, was der Film zu bieten hat.

Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft ist die Verfilmung der Biographie von Max Perkins, der als Lektor Thomas Wolfe entdeckte. Auch eher was für einen DVD Abend als Kino, finde ich.

Im August kommt endlich Suicide Squad ins Kino. Warner hat es mit den Trailern wirklich geschafft, bei mir eine riesige Vorfreude zu schüren, obwohl ich bis auf den Joker keine der Figuren kenne. Ich hoffe sehr, dass die Trailer nicht der beste Teil des Films sind!

25.08. | Trailer

Mother’s Day: Liebe ist kein Kinderspiel
25.08. | Trailer

Die Unfassbaren 2

Mother’s Day wird sicherlich kein Juwel sein, aber Filme mit Julia Roberts und Jennifer Aniston sind doch eigentlich immer unterhaltsam. Fans werden außerdem Shay Mitchell aus Pretty Little Liars im Trailer entdeckt haben. Ich finde es immer spannend zu sehen, welche Darsteller aus Serien es auf die große Leinwand schaffen.

Auf Die Unfassbaren 2 freue ich mich auch schon tierisch, ich stelle mich auf eine Menge toller Tricks und ein tolles Spiel zwischen den Charakteren ein. Daniel Radcliffe ist diesmal auch dabei, als Magier hat er ja schon ein bisschen Erfahrung ;)

Weitere Buchverfilmungen

11. Schweinskopf al dente
18. Conni & Co
25. Antonio im Wunderland

Oder werft einen Blick auf die Buchverfilmungen der kommenden Jahre.

Juni 2016 im Rückblick

Gelesen

Gelesen: 1 | Gehört: 0 |Neu: 12 | SuB: +11 | Seiten: 272

Hallo Blog,

wir haben uns lange nicht gesehen. Ich schulde dir u. a. noch zwei Rezensionen. Aber erstmal mein spannender Juni-Leserückblick. Ich habe nur ein einziges Buch beendet. Und das trotz Urlaub! Nicht das ich keine Zeit gehabt hätte, aber irgendwie waren die Abende trotzdem so schnell rum, ohne dass ich das Buch auch nur einmal angefasst hatte. Auf den Flügen habe ich geschlafen bzw. das Entertainmentprogramm optimal ausgenutzt, das hatte nämlich auf dem Rückflug ein echt tolles Angebot! Im Juli dann hoffentlich wieder mehr Input.

Viele Grüße
Anja

Gehortet

Alles, was ich sehe Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen meines Lebens Am tiefen Grund Glück ist, wenn man trotzdem liebt Glücklich für Anfänger Jane & Miss Tennyson Mängelexemplar Meine Familie und andere Katastrophen Reinkarnation ist nichts für Feiglinge Unser Himmel in tausend Farben (The Law of Moses, #1) Zehn Wahrheiten (Stories) Das zufällige Leben der Azalea Lewis

Das kommt davon, wenn man zur Litblog Convention fährt: schwupps, vier neue Bücher! Und dann habe ich leider noch den Fehler gemacht, bei Rebuy reinzuschauen. Ich hatte schon ein paar Mal geguckt, ob die All You Need Is Kill Mangas verfügbar sind und diesmal waren sie es. Zwei Mangas alleine lohnen sich bei 3,99 € Porto natürlich nicht, also mussten noch ein paar andere Titel mit in den Warenkorb. Logisch, oder? Alles Titel von meinen alten Neuerscheinungslisten, die interessant klangen. Und Mängelexemplar, weil der Trailer zum Film gut war.

Und sonst so

Anfang Juni war die Litblog Convention und mehr als auf den Termin an sich habe ich mich auf eine schöne Zeit mit Lieblingsmenschen gefreut. Die waren dann auch das Highlight des Wochenendes, die Convention an sich fand ich ok, aber verbesserungswürdig. Dazu haben aber schon viele andere was geschrieben, unter anderem Ramona, Philip und Saskia. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Die ersten zwei Juniwochen war ich dann recht häufig auf Achse, entweder um mir Wohnungen anzusehen (von denen ich keine bekam oder wollte) oder um zum Zahnarzt zu fahren. Ich bekam nämlich passenderweise vor meinem Urlaub Zahnschmerzen. Merke: wenns sich irgendwo komisch anfühlt, geht sofort zum Arzt! Denn sonst stellt ihr nach über einem halben Jahr fest, dass sich der Karies heimtückisch von hinten angeschlichen hat, ohne Röntgenaufnahme nicht sichtbar ist und ihr den Zahn möglicherweise verliert, weil es zu spät erkannt wurde -_-

Der Rest des Monats war dann aber um einiges schöner. Ich hatte Europa noch nie verlassen und nachdem ich jetzt wieder normal Geld verdiene, wollte ich endlich mal eine große Reise machen. Mit Nina ging es nach Thailand. Erst drei Nächte Bangkok, dann Phuket. Ein paar Eindrücke habe ich bei Instagram festgehalten. Wlan sei Dank :D

Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, auch wenn ich auf die Nachwehen gut hätte verzichten können. Mein Körper mag sich nämlich noch nicht so ganz wieder auf Deutschland umstellen. Nur das mit der laufenden Nase, das hatte er schon im Flugzeug wieder super drauf.